Aconex Business Breakfast in Polen

Renate Kremer spricht vor einem interessierten Publikum über die Vorteile von BIM

Am Morgen ist der Kopf bekanntlich am frischesten, weshalb Aconex Polen die Gelegenheit für ein Business Breakfast rund um „collaboration 4.0 – cooperation in BIM projects“ nutzte.

Die Digitalisierung in der Baubranche segelt einem sicheren Hafen entgegen. Die Leinen sind los und an Bord ist man sich einig, dass der richtige Weg eingeschlagen wurde. Ein paar Meilen sind trotzdem noch zu machen. Kaum haben sich Projektplattformen etabliert, wartet BIM (Building Information Modeling) auf seinen Einsatz. Wer bereits kollaboriert, träumt mit Hilfe der Methode von der Kollaboration 4.0.

Ein gutes Frühstück schadet nie, der Hunger auf Informationen zum Trendthema BIM, das wird deutlich, steht bei der Veranstaltung aber im Vordergrund. Unsere Aconex-Kollegin Renate Kremer trifft während des Business Breakfast auf ein Publikum, das aufrichtig neugierig ist. BIM ist allen ein Begriff, man klopft aufmerksam die Theorie ab, bevor man sich an die Praxis herantraut. Diese Einschätzung bezieht sich, repräsentativ für den Markt, auf die Mehrheit der Teilnehmer – der Großteil steht bezüglich BIM-Adaption noch am Anfang. Mangels Praxisbeispiele aus dem eigenen Land schaut man nach UK und Skandinavien, um sich über BIM-Erfolge zu informieren und den Nutzen für eigene Bauprojekte zu evaluieren. Der Nachbar Deutschland scheint einen Tick voraus zu sein – aber nicht uneinholbar. Der polnische Markt ist überzeugt, dass BIM in Zukunft wichtig ist. Auch wenn zunächst nicht nahtlos damit gearbeitet wird.

Die Kollaboration in Projekten zu verbessern, dieses Thema steht im Zentrum des Business Breakfast. CDE, ein „common data environment“, das offene Zugangsmöglichkeiten für alle Projektbeteiligten bietet, unterstütz kollaboratives Arbeiten tatkräftig.

Renate Kremer, Leiterin des Aconex Standortes in Polen, bekräftigt:

„Ausschlaggebend ist, dass man am Anfang schon definiert, welche Daten am Ende zur Verfügung stehen sollen. BIM kann der fehlende Link sein zwischen Architekt, Baufirma und dafür sorgen, dass im Projektverlauf gesammelte Daten sogar in der Betriebsphase noch einen Nutzen bergen.“

Wer BIM erfolgreich anwenden möchte, muss sich von dem Gedanken lösen, dass die Methode zunächst einen extra Aufwand birgt, auch das wird im Rahmen der Veranstaltung thematisiert. BIM ist nicht nur Building Information Modelling sondern auch Building Information Management. Wer Daten sammelt und pflegt, baut eine Datenbank auf, die schließlich in jeder Phase des Immobilien-Lebenszyklus zur Verfügung steht. Am Ende gewinnt, wer den einmaligen Aufwand  auf sich genommen hat, denn dieser bringt an anderer Stelle Kostenersparnis und Effizienzsteigerung. Alles was Effizienz und Transparenz unterstützt, kann nur von Vorteil für die Branche sein und wird sich durchsetzen. Als derzeitiger „Show Stopper“ erweist sich in Polen die Ermangelung an Praxisbeispielen, stellt sich in den Gesprächen heraus. Wer sich als Pionier auf einem unbekannten Feld bewegt, muss Zeit zum Ausprobieren mitbringen. Die Bereitschaft, Zeit zu investieren, wenn man es auch wie bisher machen kann, hinkt der generellen Neugierde noch hinterher.

Beim anschließenden Frühstück fand man die Gelegenheit die Themen individuell zu vertiefen

Erstmal abwarten? Einige Büros gibt es in Polen, die zwar noch in der Minderheut sind, aber innovative Ansätze verfolgen und quasi Pionierarbeit leisten. Die Stichwörter sind „scan to BIM“ und „BIM4FM“. Etabliert auf dem Feld hat sich mittlerweile die BIM Association in Polen, deren Vorsitzender Piotr Miecznikowski als Gast auf der Veranstaltung spricht. Der noch junge Verband hat sich zur Aufgabe gemacht, den Markt über Vorteile aufzuklären und bei Interesse Schulungen zu bieten, um den Reifegrad des Marktes voranzutreiben. Zwar geht aus den Diskussionsrunden im Rahmen des Business Breakfast hervor, dass der BIM-Reifegrad des Marktes noch nicht sehr hoch ist, das Interesse dafür aber schon. Angesichts der Initiativen und des Austausches untereinander wird das Know-how weiter zunehmen und man bald auch in Polen Praxisbeispiele aus dem Heimatmarkt nennen können.

Kathrin Helmrich

Kathrin Helmrich

Senior Regional Marketing Manager Central Europe bei Aconex
Kathrin Helmrich ist Senior Regional Marketing Manager Central Europe für Aconex, weltführende cloudbasierte Plattform für eine digitale Projektdurchführung.
Kathrin Helmrich

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