Überwinden Sie Ihre Zurückhaltung gegenüber digitalen Technologien: Weg mit diesen Excel-Tabellen!

Ich arbeite seit vielen Jahren als Industrieberater in der Bauindustrie.

Dabei bemerke ich immer wieder Folgendes: wenn ich eine moderne Softwarelösung vorstelle – insbesondere ein Tool, das einen vollkommen neuen Ansatz zu einem Geschäftsproblem bietet – stoße ich oft auf Widerstand einiger weniger im Publikum.

Skeptiker behaupten oft, dass sie schneller mit einer Tabelle arbeiten können, als eine neue Softwareanwendung zu erlernen und einzuführen. Das mag in manchen Fällen zutreffen, aber es bedeutet nicht, dass es richtig ist.

Beispielsweise waren sich während eines Vortrags, an dem ich teilnahm, die Zuhörer darüber einig, dass ihre bestehenden Systeme und Geschäftsprozesse ineffizient, teuer, schwer zu erlernen und verwaltungsintensiv sind. Zwei Personen, die dieser Einschätzung nicht zustimmten, waren ein IT-Administrator und ein interner Entwickler – beides intelligente und kompetente Fachleute.

Meine Theorie ist: Der Gedanke einer potentiellen Veränderung ist für viele Skeptiker der Digitalisierung abschreckender als das Risiko eines fehlgeschlagenen Projekts – vielleicht weil die vorgeschlagene Änderung ihre Arbeitsplatzsicherheit beeinträchtigt, ihre Arbeitszeiten erhöht bzw. verringert oder andere persönliche Unannehmlichkeiten mit sich bringt.

Was mich zu der Frage bringt: Warum besteht so viel Widerstand gegen die Verbesserung von Geschäftsprozessen durch die digitale Transformation?

Motorradfahrer: Erfolgreiche Risikominimierung

Lassen Sie uns einen Moment lang das Konzept „Risiko“ betrachten. Viele Motorradfahrer fahren Zehntausende von Kilometern unfallfrei. Das kann an folgenden Gründen liegen: 1) sie fahren sehr konservativ und sicher 2) sie tragen nachts gut sichtbare Kleidung mit Reflektoren 3) sie sehen die Folgen eines Unfalls schwerwiegender an als die Kosten oder Unannehmlichkeiten einer guten Vorbereitung oder guten Trainings. Diese Fahrer mindern erfolgreich ihr Risiko – ähnlich denen, die in der Bauindustrie die Digitalisierung einführen.

Das Licht am Ende des Tunnels in der Bauindustrie

Das „Licht am Ende des Tunnels“ wird seit Jahren immer wieder zitiert und ist, ehrlich gesagt, ein veraltetes Bauvorhaben. Denn erfolgreiche, gut beleuchtete Tunnel werden heute als digitale Anlage gebaut – lange bevor die Bohrspitze einen Stein berührt. Die meisten Unternehmen sind sich darüber einig, dass es wichtig ist, in der heutigen wettbewerbsintensiven Baubranche den Ruf eines „zeit- und budgetgerecht“ agierenden Unternehmens zu wahren. Effektive Zusammenarbeit und effiziente Kommunikation zwischen Hunderten von Unternehmen, die an den Planungs-, Ausschreibungs- und Bauphasen von Infrastrukturprojekten beteiligt sind, stellen das wahre Licht am Ende des Tunnels dar – welches die Risiken sichtbar macht.

Die Digitalisierung macht also Risiken sichtbar, unter anderem:

  • Übermäßige Informationsanfragen, die von denselben Personen zu Beginn eines Projekts erstellt wurden, oder Genehmigungsprozesse, die länger dauern als erwartet.
  • Mangelnder Informationsfluss – vor allem in der Planungsphase.
  • Übermäßige Dokumentenrevisionen ohne zugehörige Überprüfung oder Verteilung.
  • Verzögerte, unvollständige oder abgebrochene Prozesse.

Zu verstehen, wie und warum diese Risiken auftreten – und diese Unsicherheiten frühzeitig zu beseitigen – ist wesentlich entscheidender als die Kosten oder Unannehmlichkeiten der Vorbereitung. So wird das Licht in der Tat an den Anfang des Tunnels gestellt, wo es wirklich gebraucht wird. Mit Tabellen ist dies nicht in zeitlich vertretbarer und effizienter Weise zu schaffen! Die Bauindustrie zu digitalisieren ist also genau der richtige Weg, den auch Skeptiker einschlagen sollten.

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Ray Roske

Ray Roske

Industry Consultant, Client Services bei Oracle's Aconex
Ray Roske